Samstag, 21. Februar 2015

Rezension: Laura Landon - Stille Rache

Quelle



Titel: Stille Rache

Autor: Laura Landon

Verlag: AmazonCrossing

Preis: 4,99 €

Erscheinungsdatum: 11. November 2014

Seiten: E-Book, 397 Seiten







Klappentext:
In nur sechs Tagen, an ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag, wird Lady Jessica Stanton eine gewaltige Summe erben, die sie zu einer der reichsten Frauen Englands macht. Doch gleichzeitig wird ihr Stiefbruder Colin auf den Plan treten und ihr alles rauben - ihr Geld, ihre Würde und ihre Freiheit. Die einzige Rettung, die ihr bleibt: Sie muss einen Ehemann finden, der stark genug ist, um Colin Paroli bieten zu können. 
Simon Westland, Earl of Northcote, ist in einer gänzlich gegensätzlichen Situation: Er ist bankrott, und in London hält sich das hartnäckige Gerücht, dass er beim frühzeitigen Ableben seines verschwenderischen Vaters die Hände im Spiel hatte. Er sucht verzweifelt eine Frau, die ihn vor dem völligen Ruin bewahrt.
Und wie das Schicksal es will, werden beide, Jessica und Simon, zusammengeführt und einigen sich darauf, eine reine Zweckehe zu schließen. Doch niemand kann Jessicas Herz davor schützen, was nun passiert: Trotz bester Vorsätze verfällt Jessica dem Charme ihres Mannes, und verliebt sich in ihn. Dabei ist die Liebe das Letzte, was sie beide eigentlich wollten...


Erster Satz:
"Jessica Stanton saß allein an der hinteren Wand des reich geschmückten Ballsaals und sah zu, wie ihre Gastgeber, der Duke und die Duchess of Stratmore, einen Neuankömmling begrüßten."

Covergestaltung:
Das Cover hat mich komplett angesprochen. Die Frau strahlt etwas geheimnisvolles und starkes aus. Mit den Bäumen im Hintergrund und die gezeichneten Blumen im Vordergrund sieht es aus, als würde sie sich verstecken wollen. Die Farben sind eher kühl und rein gehalten.

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wurde nur teilweise enttäuscht. Die Idee hinter der Story ist wirklich gut, etwas anderes - erfrischendes. 

Jessica hat Angst vor ihrem tot geglaubten Bruder, allerdings versteht man am Anfang nicht genau weswegen. Sie hat ein großes Geheimnis, weswegen sie verschwiegen alleine lebt und sich nicht pompös öffentlich präsentiert. Daher kann man ihre Freunde, die in jeder Situation hinter ihr stehen, an einer Hand abzählen. Ihr Vater hat die Stiefmutter geheiratet, um ihr eine gewisse Sicherheit und eine Mutter zu geben. Jessica konnte diese Frau und deren Sohn nicht leiden. Sie hat ihren Vater früh verloren, der daran geglaubt hat, dass Jessica einen Mann finden wird. Er vererbt ihr eine ungewisse, hohe Summe und damit beginnen die Probleme. Es gibt turbulente Szenen und pure Verwirrung für sie. Äußerlich zeigt sie sich stolz und unnahbar, aber nach einer gewissen Zeit merkt man, wie zerbrechlich sie eigentlich ist und doch verliebt sie sich. Simon verlangt immer wieder Dinge von ihr, die sie zuvor nicht bereit war zu tun. Ausgesprochen amüsant sind die Diskussionen darüber, was geschehen ist und was geschehen wird.

Simon ist ein sehr, sehr stolzer Mann. Er kommt nach langer Zeit wieder zurück nach England und flößt jedem Respekt ein. Sein großer Auftritt ist bereits im 1. Kapitel und Jessica reagiert sofort. Aber auch auf diesem Ball merkt man bereits, wie viel es ihm abverlangt, dort zu sein. Vieles hat er im fernen Indien erlebt und die Heirat mit Jessica würde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Aber auch er muss Situationen meistern, mit denen er nicht gerechnet hat. Er ist ausgesprochen launisch, was Jessica nur verwirrt. Er kann charmant und freundlich sein, zwei Sekunden später ist er undurchdringlich und verschlossen. Sein Beschützerinstinkt ist ausgeprägt und umso mehr er Zeit in Jessicas Kennenlernen investiert, desto verletzlicher wird er. Seit seiner Verlobung mit einer gewissen Rosalind, diese hat ihn für seinen Vater verlassen, hat er sich geschworen niemals wieder um die Hand einer Frau anzuhalten, noch sie zu lieben. 

Colin ist ein Tyrann! Er ergötzt sich an dem Leid denen er anderen zufügt. Schon früh merkt man, dass Jessica am eigenen Leib und sie weiß, dass er alles dafür tun wird, um an ihr Geld zu kommen. Auf Colin wird leider nicht genauer eingegangen und daher gibt es nur wenige Informationen über ihn.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass mir das Buch wirklich gefallen hat, auch wenn man hier und da einige Abstriche machen muss. Wie ich oben schon gesagt habe finde ich die Geschichte erfrischend, weil eine neue Idee dahintersteckt. Mir war die Geschichte nicht ausgefeilt genug, der Geschichtsverlauf verging zu schnell. Dafür sind die Dialoge gut geschrieben, man kann mit den Charakteren fühlen. Das Ende kam abrupt und Schlag auf Schlag. Ich hätte mich gefreut, wenn man nicht das Gefühl bekommen würde, dass das Buch fertig werden musste. An einigen Stellen hatte ich ein Lächeln auf den Lippen oder Tränen in den Augen. Die Vergangenheit von den Charakteren spielt eine große Rolle, vor allem bei Simon.

Ich würde es wieder lesen und bereue nicht, es gekauft zu haben.



Kommentare:

  1. Hey du :)

    Na das ging doch schon gut für die erste Rezension :) Mich würde mal noch interessieren, in welcher Zeit das Buch ungefähr spielt. Es klang nach 19. oder 20. Jahrhundert, aber sicher bin ich mir nicht.
    Und die Kolibris finde ich riiichtig richtig süß *_* Passen sehr gut und schwarz war definitiv die richtige Farbwahl :)

    Ich wünsch dir noch einen schönen Sonntag :)

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    1. Hallo :)

      Leider steht es nicht geschrieben in welchem Jahrhundert diese Geschichte spielt. Dennoch bin ich mit dir einer Meinung. :)

      Liebste Grüße

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