Donnerstag, 22. März 2018

Rezension: Christine Feehan - Dunkle Liebe

Quelle
Titel: Dunkle Liebe
Autor: Christine Feehan

Verlag: HEYNE
Preis: 14,99€
Erschienen am: 02.11.2015
Seiten: Taschenbuch, 495 Seiten



Klappentext:
Leidenschaftlich, wild, geheimnisvoll

Der Gestaltwandler Remy Boudreaux liebt die Bayous, die üppig wuchernde Sumpflandschaft rund um New Orleans. Nur hier kann er dem Leoparden in sich ungehindert freien Lauf lassen. Als er eines Abends der geheimnisvollen Jazzsängerin Bijou begegnet, einer Frau von geradezu betörender Sinnlichkeit, erkennt Remy in ihr sofort die Gestaltwandlerin -  und die ihm bestimmte Gefährtin. Doch Bijou hat keine Ahnung von dem magischen Erbe, das sie in sich trägt ...

Erster Satz:
Ein Bayou ist kein Ort für Ängstliche - insbesondere bei Nacht.

Covergestaltung:
Das sinnlich in einander verschlungene Paar entspricht den Beschreibungen von Remy und Bijou und ist typisch für die Leopardenmenschen-Reihe von Christine Feehan. Leider erinnern mich solche Cover immer wieder an die Schnulzen-Schmöker, die meine Oma früher immer gelesen hat (Ohne Verachtung für diese - wer würde schon einen anziehenden ausgezogenen Mann verachten)

Meine Meinung:
Ein Treffen mit alten Bekannten und neuen Freunden.

Bijou ist die einzige Tochter eines verstorbenen Rockstars. Von seinen Fans geliebt, hatte dieser jedoch wenig für seine eigene Tochter übrig. Wein, Weiber und Gesang waren eher sein Lebensmotto. An ihre verstorbene Mutter kann sich Bijou nicht mehr erinnern und ihr Vater sprach auch nie von ihr. Da ist es nicht verwunderlich, dass Bijou keine schöne Kindheit und sich schon mit einem frühen Lebensende in Drogen und Alkohol abgefunden hatte, als der damals noch junge Polizist Remy sie aus dieser Hölle ans Licht zerrte. Seit diesen Tag vergötterte sie den großen Bruder ihrer einzigen und besten Freundin. Um der ganzen Welt zu beweisen, dass sie mehr ist als nur Tochter vom Beruf, begann sie ihre eigene Musikkarriere als Rocksängerin. Berühmt kehrt sie nun in ihre Heimat zurück, da sie die Erkenntnis gefunden hat, dass sie zwar in ein Leben im Rampenlicht hineingeboren wurde, es aber nicht das ist, was sie sich eigentlich wünscht. Von ihrer Vergangenheit geprägt misstraut sie so gut wie jedem und wünscht sich doch nichts sehnlicher als geliebt zu werden.

Remy verkörpert die Rolle des großen Bruders. Der herrische Beschützer bevormundet nicht nur seine Brüder und seine Schwester Saria, sondern auch Bijou. Seit dem er sie aus einer Drogenparty herausgeholt hatte, spukt ihm die jüngere Frau im Kopf herum, obwohl er sie seit Jahren nicht mehr getroffen, sondern nur auf großen Bühnen singen gesehen hat. Sonst mag er es leicht mit Frauen haben, doch bei Bijou verhaspelt er sich immer wieder in Missverständnissen und erntet durch seine unglückliche Ausdrucksweise immer wieder nur ihre Ungunst. Dass er nebenbei noch einen Serienmörder verfolgt, ist nicht hilfreich. Zumal der Mörder akkurat arbeitet und ihm keine Hinweise auf seine Identität liefert.  

Den fünften Teil der Leopardenmensch-Saga kann man durchaus einzeln lesen, auch wenn sich viele bekannte Charaktere aus den vorherigen Büchern wiederfinden lassen. Ich fand es besonders schön, dass ich einen kleinen Einblick von der Zukunft von Jake und Emma (Band 2: Magisches Feuer) und Drake und Saria (Band 4: Feuer der Wildnis) gewinnen konnte. Ich bin ein großer Fan von lang und ausführlich erzählten Geschichten. Am liebsten würde ich jeden Charakter bis zu seinem Lebensende begleiten können und jedes Detail kennenlernen. Daher fand ich es bei diesem Teil schade, dass so viel, gerade aus Bijous Familienverhältnissen, ungeklärt blieb.
Neben Remys und Bijous Liebesgeschichte steht noch die Mordserie im Mittelpunkt, welche sich schon seit Jahren ereignet und in deren Ermittlungen Remy sich verbissen hat. An Verdächtigen mangelt es nicht und viele Erklärungen scheinen wahrscheinlich. Für mich stand der Täter jedoch relativ zeitnah fest und so wurde auch das Ende absehbar. Die Story kann man leicht nebenher lesen und Christine Feehan weiß wie immer mit Wortneuschöpfungen gut umzugehen. Mein Lieblings- Neu-Wort war Lavendelhonig. Und nein, es handelt sich dabei um keine Speise. 

Dieses Buch macht mich vor allem auf die Zukunft aller Charaktere neugierig. Für Krimi-Fans wird die Lösung des Mordfalls eine Enttäuschung, aber alle Romance-Fans kommen auf ihre Kosten.


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