Mittwoch, 16. Mai 2018

Rezension: C. E. Bernard - Palace of Glass

Quelle
Titel: Palace of Glass 
              - Die Wächterin
Autor: C. E. Bernard

Verlag: penhaligon
Preis: Rezensionsexemplar von                               lovelybooks
Seiten: 416 Seiten



Klappentext:
Sie muss das Leben des englischen Kronprinzen retten - doch sie ist sein größter Feind....
Rea Emris sündigt. Wenn sie denkt, wenn sie fühlt, wenn sie jemanden berührt. Das hat man versucht ihr weiszumachen. Denn Rea wuchs in einer Gesellschaft auf, in der Berührung illegal ist.
Nur nachts streift Rea ihre Handschuhe ab, um in den Ring zu steigen. Dort besiegt die zierliche Frau im Faustkampf einen übermächtigen Gegner nach dem anderen. Ihr Talent bleibt allerdings nicht unentdeckt: Als der britische Geheimdienst Rea aufspürt, wird sie an den einen Ort entführt, von dem sie um jeden Preis flüchten will, aber nicht kann: an den Hof des Königs, in den gläsernen Buckingham Palace.
Dort erhält die unauffällige Kämpferin einen gefährlichen Auftrag: Als Leibwächterin muss sie das Leben des Thronfolgers beschützen. Prinz Robin ist allerdings unnahbar, arrogant und hütet seine eigenen Geheimnisse. Doch was er am Wenigsten ahnt: Rea selbst ist Robins größter Feind...

Covergestaltung:
Die kalten Basisfarben des Covers geben die kalte, gefühlsarme Welt wieder, in die Rea hineingeboren wurde. 
Das Band aus roter Seide ist zugleich der rote Faden, der sich durch die Handlung zieht. Es ist Reas letzter Halt in einer scheinbar aussichtslosen Situation, ihre einzige Rettungsleine.

Erster Satz:
Keinerlei Berührung.

Meine Meinung:
Eine erschreckende Welt, eine nicht vorhersehbare Handlung.

Rea Emris ist eine Magdalena. Eine Frau, die mittels Berührung die Gedanken anderer Menschen lesen kann. Als die Gesellschaft von der Existenz dieser besonderen Begabung erfuhr, führten viele Länder das Verbot von Hautkontakt ein. Unter anderem England. Hier lebt Rea mit ihrem Bruder und verdient sich ihren Lebensunterhalt als Schneiderin. Nachts stillt sie die Hautgier, eine Nebenwirkung ihrer Begabung, indem sie an illegalen Kämpfen teilnimmt, bei denen das Tragen der sonst vorgeschriebenen Handschuhe untersagt ist. Verständlich, dass ihre Gegner keine Chance haben, wenn sie ihr Vorhaben durch ihre Gedanken an Rea verraten. Ihr deutlichen Siege lenken das Augenmerk des englischen Königshauses auf sie. Etwas das Rea unter allen Umständen vermeiden wollte. Sollte nämlich rauskommen, dass sie eine Magdalena ist, droht ihr bestenfalls die Einweisung in eine geschlossene Einrichtung. Als Abgesandte des Palastes vor ihrer Tür stehen und sie bitten sie zu begleiten, hatte sie keine andere Wahl mitzugehen, um ihren Bruder zu beschützen und nicht noch mehr aufzufallen. So gelangt sie in den Buckingham Palace und an den königlichen Hof.

Kronprinz Robin erholt sich gerade von einem vereitelten Anschlag auf sein Leben durch eine Magdalena. Sein Leibwächter hatte dabei sein Leben lassen müssen, sodass schnell für Ersatz gesorgt werden musste. So lässt sich Blanc, der oberste Ritter, eine List einfallen um weitere Attentate ebenfalls zu verhindern. Rea soll die Geliebte des Thronfolgers mimen, aber in Wahrheit die letzte Barrikade zwischen dem wichtigen Mann und einer Bedrohung sein. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Rea und dem Adligen. Zwei Welten prallen auf einander, aber auch Gemeinsamkeiten sind nicht zu übersehen. So ist es nicht verwunderlich, dass aus dem Schauspiel bald mehr wird als nur eine Farce. Der Feind des Prinzen scheint dem Team aus Adligen und Vertrauten aber immer einen Schritt voraus zu sein. Zu spät wird klar, dass man die Bedrohung aus der völlig falschen Richtung vermutet hat. 

Ich kann wirklich nur hoffen, dass wir nie in die Bedrängnis kommen in einer solchen Welt zu leben. Bernard hat eine Geschichte geschaffen, in der man in eine Gesellschaft eintaucht, in der jegliche Berührung untersagt ist. Dadurch steht man mal auf der Seite der Kriminalität. Rea und Robin haben mich mit ihrer komplizierten Beziehung in ihren Bann gezogen und somit stellt sich für mich die Frage, wie es im nächsten Teil weitergehen soll. Leider war ich beim Lesen nicht die ganze Zeit so gefesselt. Die ersten zwei Drittel des Buches waren etwas langatmig und wäre der Schreibstil nicht so flüssig, hätte ich das Buch vielleicht sogar abgebrochen. Dann wäre mir aber das letzte grandiose Drittel entgangen. Währenddessen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn ein Spannungshoch folgte dem nächsten. 

Leser mit Durchhaltevermögen werden von diesem Buch eindeutig belohnt!




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