Freitag, 4. Mai 2018

Rezension: Lisa Rosenbecker - Arya & Finn - im Sonnenlicht

Quelle
Titel: Arya & Finn 
              - im Sonnenlicht
Autor: Lisa Rosenbecker

Verlag: Drachenmond Verlag
Preis: 14,90€
Seiten: Taschenbuch, 380 Seiten


Klappentext:
Arya hat ihre Zukunft als Leibwächterin klar vor Augen: Sie will ihrer Freundin Elena um jeden Preis zur Seite stehen. Schon seit vielen Jahren bereitet sie sich darauf vor und nimmt sogar ihre verhasste Gabe in Kauf, die ein gut behütetes Geheimnis ist. Ebenso wie Elenas wahre Herkunft.
Aus diesem Grund lässt sich Arya auf eine Reise ein, bei der sie nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern auch mit der Zukunft konfrontiert wird. Denn ihr Reisegefährte Finn weckt unbekannte Gefühle in ihr.
Doch während Arya versucht auf ihr Herz zu hören, kristallisiert sich eine Bedrohung für das gesamte Königreich heraus, der sich die Gefährten am Ende gemeinsam stellen müssen. 

Erster Satz:
Die Feuerbestattung begann mit dem ersten Sonnenstrahl des Tages. 

Covergestaltung:
Eine träumerische Szene von einem Paar unter einem alten Baum kommt in diesem Buch zwar so nicht vor, doch die kalten Farben in Kombination mit den Blumenranken, verdeutlichen die ränkeschmiedenden Umstände in denen sich Arya und Finn auf ihrer Reise befinden. 

Meine Meinung:
"Offenbar würde ich nicht nur der Welt und ihren Schrecken zum ersten Mal gegenübertreten, nein, ich musste es auch noch in einem Kleid tun."

Arya ist eine Kämpferin durch und durch, die durch ihre geheimnisvolle Gabe eine schwere Vergangenheit hatte. Wir schlüpfen zu einem äußerst emotionalen Augenblick ihres Lebens in ihre Geschichte. Ihr Pflichbewusstsein bringt sie aber dazu nur still zu trauern, um ihren Anforderungen als Leibwächterin von Prinzessin Elena gerecht zu werden. Elenas Existenz wurde vorm Hof geheim gehalten, da ihr überfürsorglicher Vater Angst um ihr Leben hatte. Nun steht die Offenbarung ihres Erbes kurz bevor, doch trotz einer erstklassigen Erziehung zur Königin, kennt Elena ihr Volk und Land nur aus Erzählungen. Das möchte sie ändern, indem sie eine Reise durch das Königreich unternehmen möchte, die widerstrebende Arya wird kurzerhand genötigt sie zu begleiten. Doch für zwei Frauen, die sich in den fernen Städten nicht auskennen, ist die Reise zu gefährlich. Also arrangiert Elena einen Reiseführer.

Finn "der Streuner" soll Elena und Arya, in seinen Augen eine Dame mit ihrer Zofe, einmal quer durchs Königreich führen und zurück. Eigentlich hat er keine Ambition zwei verwöhnte Weiber durch die Lande zu geleiten, doch sein Vater drängt ihn dazu. Um das Leben mit seiner gewählten Familie, bestehend aus dem bärigen Koch Bero und dem siebenjährigen Ilias, zu schützen, nimmt er den Auftrag an. Natürlich lassen ihn seine Kameraden nicht alleine losziehen und so machen sich zwei Männer, ein Knabe und zwei Frauen auf den Weg durchs Königreich, hinein in ein Abenteuer aus Geheimnissen, Magie, Liebe und Verrat.

Die Reise der fünf Gefährten ist wirklich schön beschrieben, wenn auch etwas langweilig gestaltet, bis es dann plötzlich zu jeder Menge Handlung auf einen Schlag kommt. Durch die Wechsel zwischen verschiedenen Perspektiven erhält man Einblick in die Gedanken der Charaktere. Dabei gibt es die Gefühle und Gedanken unserer Helden und andererseits ihrer Widersacher. Dieses Schwarz  und Weiß finde ich immer weniger schön, da es den Charakteren dadurch an Tiefe fehlt. Außerdem konnte ich aus den Abschnitten des Bösen schnell ein Ende erahnen. 
Das eigentliche Hauptaugenmerk liegt meine Meinung nach nicht auf der Liebe, sondern auf Freundschaft und Loyalität. So ist der witzige, fürsorgliche, eigensinnige Finn, der sich anfangs immer wieder mit Arya anlegt, zu meinem Favorit in diesem Buch geworden.

Wer eine leichte Geschichte zur Entspannung lesen möchte, bei der einem das ein oder andere Schmunzeln die Mundwinkel zucken lässt, sollte es mit Arya & Finn versuchen. Die Geschichte ist außerdem in sich abgeschlossen und somit eine perfekte Lösung für den Lese-Hunger zwischendurch. 



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