Mittwoch, 25. März 2015

Rezension: Laura Kneidl - Light & Darkness

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Titel: Light & Darkness
Autor: Laura Kneidl

Verlag: impress
Preis: 3,99 €
Erschienen am: 07.11.2013
Seiten: E-Book, 316 Seiten



Klappentext:
Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss… 

Erster Satz:
"Beeil dich", zischte Kane.

Covergestaltung:
Die Farben wurden in kühlen blau-weiß Tönen gehalten. Die abgebildete junge Frau könnte ich mir gut als Light vorstellen, allerdings passt der junge Mann nicht zu meiner Vorstellung von Dante. Die Blume in der Mitte könnte den Zusammenhalt symbolisieren.

Meine Meinung:
Eine Geschichte über Vertrauen, Freundschaft, Politik und natürlich Liebe.

Light ist eine 17-Jährige, die man einfach nur lieben kann. Sie ist sehr warmherzig und verantwortungsvoll. Mit der Vollendung ihres 17. Lebensjahres darf sie als Delegierte fungieren und somit hat sie ihre erste Delegation. Sie ist wahnsinnig nervös und aufgeregt, wie die Delegation verlaufen wird und was für ein Wesen das Auswahlverfahren für sie vorgesehen hat. 

Dante ist ein 20-jähriger männlicher Dämon, der am Anfang schwierig und rebellisch ist. Harte Schale, weicher Kern - besser kann man Dante nicht beschreiben. Er ist der Sohn des Anführers von der aufständischen Gruppe Casio. Anfangs versucht er Light das Leben schwer zu machen, doch sie tut etwas, was er nicht erwartet hatte.

Als ich gerade das E-Book geöffnet habe und den ersten Satz gelesen hatte, hatte ich sofort wieder Lust dieses Buch zu lesen. Die Geschichte von Light & Dante scheint vorhersehbar und doch liegt man falsch und wird überrascht. 

Sie ist eine Delegierte, und zwar seine Delegierte, was normalerweise nicht sein darf. Das Gesetz im Jahre 2047 besagt: "Der Delegierte und der ihm zugeteilte paranormale Bürger gehören ausnahmslos dem selben Geschlecht an." (Buch der Delegation, Artikel 9). Die Kapitel werden immer mit einem solchen Artikel eingeleitet. So bekommt man Einblick in die Gesetzeslage dieser Zeit.

Light legt dagegen Berufung ein, der Haken daran ist, dass Dante bis zum Termin der Berufung bei Light und ihrer Familie Leben muss. Er versucht alles um sie aus der Reserve zu locken, außerdem legt er es darauf an, dass Light als unfähig gesehen wird und somit ihre Stelle als Delegierte verliert. 

Persönlich gesehen bin ich nicht gerade begeistert von dieser Politik, denn ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die paranormalen Bürger Haustiere sind, weil sie ohne ihren Delegierten nichts tun dürfen, und wenn sie keinen Delegierten haben, wohnen sie mit anderen paranormalen Bürgern in Kolonien.

Die Zeitspanne, in der die Geschichte abspielt, ist sehr kurz gehalten, aber es kommt mir so vor als wäre ein Jahr vergangen. Vom Tag der Delegation bis zur Berufung sind es nur einige Wochen, doch das sind intensive Wochen. Ich finde die Personenbeschreibungen gut gelungen, sowohl vom Aussehen als auch vom Charakter. Einige Taten konnte ich nachvollziehen, andere fand ich überraschend, da ich manche Aktionen von den Charakteren nicht erwartet hätte.


Samstag, 7. März 2015

Rezension: Terri Osburn - Stürmische Tage auf Anchor Island

Quelle
Titel: Stürmische Tage auf 
           Anchor Island
Autor: Terri Osburn

Verlag: AmazonCrossing
Preis: 2,99 €
Erschienen am: 25.11.2014
Seiten: E-Book, 330 Seiten


Klappentext:
Gegensätze ziehen sich an, und Liebe kommt oft unverhofft – das sind die Zutaten für diese prickelnde Liebesgeschichte.
Als das Familienoberhaupt der Dempseys einen Herzinfarkt erleidet, springt Lucas Dempsey ein und übernimmt die Leitung des Familienrestaurants. Der verlorene Sohn kehrt nach Anchor Island zurück und entscheidet sich damit für seine Familie – seine Pläne, Partner in einer prestigeträchtigen Kanzlei zu werden, müssen erst einmal warten.
Die knallharte Bootsmechanikerin Sid Navarro tauscht ihr Werkzeug bereitwillig gegen eine Schürze, um den Dempseys in Zeiten der Not beizustehen – bis ihr klar wird, dass sie mit Lucas zusammenarbeiten muss, dem Mann, den sie bereits aus der Ferne anhimmelt, seit sie ihn auf der Highschool zum ersten Mal gesehen hat. Lucas ist der Charme in Person, aber er steht auf das nette Mädchen von nebenan, und Sid weiß, dass sie nicht in sein Beuteschema passt. Sie kann sich nur Kummer einhandeln, wenn sie ihm ihre wahren Gefühle offenbart, doch die Versuchung, mit Lucas ins Bett zu gehen, ist einfach zu verlockend ...

Erster Satz:
Lucas Dempsey schien schier zu platzen vor rechtschaffener Wut, und Sid Navarro überlegte schon, eine Krankenschwester zu Hilfe zu rufen.

Covergestaltung:
Das Cover ist teils treffend, teils auch nicht. Der Sandstrand spielt eine gewisse Rolle in der Liebesgeschichte, allerdings treffen die abgebildeten Menschen nicht zu den Beschreibungen der Autorin. Dennoch ist das Cover schön anzuschauen.

Meine Meinung:
Liebesgeschichte für zwischendurch.

Sid ist nicht das Mädchen von nebenan. Sie ist eine knallharte Bootsmechanikerin, denkt man. Äußerlich scheint sie einem Mann gleich, doch innerlich ist sie so zerbrechlich wie eine Prinzessin. Sid ist mit ihrem Bruder, nach dem Tod ihrer Eltern, auf die Insel "Anchor Island" gezogen. Seit dem hat sie die Insel nicht mehr verlassen, da sie Großstädte ohnehin nicht leiden kann.
Seit der High School ist Sid in den unwiderstehlich aussehenden Lucas Dempsey verknallt. Als er nach dem Herzinfarkt seines Vaters auf die Insel zurückkehrt und sich bereiterklärt im Familienrestaurant auszuhelfen, glaubt sie nicht im Traum daran, dass er sich für sie interessieren könnte. Sid ist eine sehr attraktive Frau, allerdings glaubt sie selbst nicht daran.

Lucas ist ein erfolgreicher Anwalt in Richmond und möchte demnächst Partner in einer Kanzlei werden. Nachdem er erfahren hat, dass sein Vater einen Herzinfarkt hatte, kehrt er sofort nach Anchor Island zurück um im Familienrestaurant auszuhelfen. Er bekommt die Schichten mit Sid, und so kommen sich die beiden näher.
Er bemerkt, dass Sid eine sensible Seite an sich hat und lernt diese zu mögen. Lucas wehrt sich dagegen Gefühle für Sid aufzubauen, denn er hat nicht den Plan wieder nach Anchor Island zurückzukehren.

Eine kitschige Liebesgeschichte für zwischendurch. Die Neckerein von Lucas und Sid sind amüsant, leider geht es ausschließlich in den Unterhaltungen um die beiden. Es gibt keine neue Story.
 Dieses Buch liest sich unwahrscheinlich schnell, sodass ich es innerhalb eines Tages gelesen hatte. Kein einziger Charakter ist einem unsympathisch, es gibt dementsprechend nicht den Bösewicht in der Geschichte. Man kann alles im voraus erkennen, daher ist es leider nicht sehr spannend. Ich persönlich fand es nicht schlecht, aber ich hätte es auch nicht vermisst.


Donnerstag, 5. März 2015

Rezension: Izabelle Jardin - Remember

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Titel: Remember
Autor: Izabelle Jardin

Preis: 3,99 €
Erschienen am: 24.09.2014
Seiten: E-Book, 434 Seiten




Klappentext:
"Es gab keinen Tag in meinem Leben, an dem Glück und Unglück, Himmel und Hölle, Ende und Anfang jemals dichter beieinandergelegen haben!"
Leah hat eine sehr genaue Vorstellung vom richtigen Mann. Sie will etwas Besonderes! Als Connor Breckwohld, der Juniorchef einer großen Hamburger Reederei, in ihren Laden tritt, ist es um sie geschehen. Ein Blick, ein Date, ein erster Kuss. Und eine Erkenntnis: Er steht kurz vor der Hochzeit mit einer anderen. Leah nimmt Reißaus. Und kann ihn nicht vergessen! Gegen alle Widrigkeiten, gegen ein jahrzehntelang wohlgehütetes Familiengeheimnis, das eine Verbindung zwischen den beiden unmöglich erscheinen lässt, geht Leah den Weg, den das Herz ihr weist.
Bis zu jenem Tag. Als sich alles ändert. Und über diesen Tag hinaus!
Eingebettet in die schicksalhafte Geschichte zweier Familien erzählt Izabelle Jardin den Roman einer großen Liebe: sinnlich, romantisch und voller dramatischer Wendungen bis zum Schluss. 

Erster Satz:
Das Haus ist ganz still, ich bin allein.

Covergestaltung:
Mit der Frau auf dem Cover verbinde ich die Protagonistin Leah. Sie stimmt mit den Beschreibungen der Autorin überein und auch das Meer, was unten als "Hintergrund" fungiert erinnert mich an sie, denn sie liebt das Meer und den Sommer auf der Insel, wo sie mit ihrer Freundin ein Geschäft betreibt.

Meine Meinung:
Eine Liebe voller Höhen und Tiefen, Sein oder Nicht-Sein.

Leah ist eine erfolgreiche Frau, die die Farbe grün über alles liebt. Sie betreibt am Hafen einen kleinen Laden für Yachtbedarf. Mette, ihre beste Freundin und Mitinhaberin, weicht ihr nicht von der Seite. Über den Sommer betreiben sie ihren Laden, im Winter fahren sie gemeinsam nach Hamburg um Leahs Mutter im Teekontor zu unterstützen. Sie hasst es nach Hamburg in die "graue Stadt" zu fahren und ihr geliebtes Meer hinter sich zu lassen.

Connor ist der gewisse Mann, bei dem jede Frau zu schmelzen beginnt. Er hat flaschengrüne Augen und ist absolut charmant. Er kommt aus einer angesehenen Familie und seiner Mutter kann er keinen Wunsch abschlagen. Sie bestimmt mehr oder weniger über den Verlauf seines Lebens, bis er Leah trifft. Sie übt eine gewisse Anziehungskraft auf ihn auf, genauso auch umgekehrt.

Leah und Connor begegnen sich bewusst in Leahs Laden das erste Mal. Sie ist sofort hin und weg von seinen grünen Augen und die so sichere und starke Frau gerät ins Wanken. Sie haben ein Date zusammen und bevor sie etwas "dummes" tun kann, flüchtet sie von seiner Yacht.
Als sie nach Hamburg fährt, um im Teekontor ihrer Mutter zu helfen, hatte sie sich fest vorgenommen mehr über Connor zu erfahren

Die Liebesgeschichte der beiden ruft ein wohlgehütetes Familiengeheimnis auf den Plan, eine nicht gekannte Freundschaft tritt auf und was wird nun aus der Liebe?
Diese Geschichte hat mir sowohl ein Lächeln gestohlen, als auch die Tränen über mein Gesicht fließen lassen. Ich werde dieses Buch wahrscheinlich noch einmal lesen und kann nur empfehlen es zu kaufen um es lieben zu lernen. 


Mittwoch, 25. Februar 2015

Rezension: Martina Gercke - Liebeswind Sehnsucht nach dir

Quelle
Titel: Liebeswind 
          - Sehnsucht nach dir
Autor: Martina Gercke

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis: 2,99 €
Erschienen am: 26.12.2014
Seiten: E-Book, 416 Seiten

Klappentext:
Was, wenn das Leben dir übel mitspielt und du gezwungen bist, neue Wege zu gehen?

Das Leben der erfolgreichen Londoner Galeristen Lily Rose Bloom ist nahezu perfekt, bis zu dem Tag, an dem ihr Verlobter Andrew ihren Glauben an die Liebe in einer Nacht zerstört. Lily flüchtet von London in den verschlafenen Küstenort Little Haven, um dort in Rose Garden Cottage, dem Haus ihrer verstorbenen Großmutter, einen Neuanfang zu starten.
Drei Jahre später. Lily hat sich mittlerweile in dem kleinen Küstenort eingelebt und den Schrecken von damals überwunden. Als der attraktive Amerikaner Ian in Little Haven mit seinem Segelboot vor Anker geht, kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung zwischen den beiden, die Lilys Leben erneut durcheinanderwirbelt ... 

Erster Satz:
Mein Glück,

wenn du diese Zeilen liest, hat der Krebs gesiegt und ich habe meinen Kampf verloren.

Covergestaltung:
Das Farbenspiel des Covers gefällt mir sehr gut. Die Frau die dem Segelboot im Sonnenuntergang hinterher blickt spiegelt einen Teil der Geschichte wider.

Meine Meinung:
Eine wunderschöne Liebesgeschichte, passend für den Urlaub. 

Lily ist eine erfolgreiche Galeristin in London. Ihr Freund Andrew bevormundet sie immer und ich habe sofort gemerkt, dass diese Beziehung nicht harmonisch und im Einklang ist. Ständig habe ich mir die Frage gestellt, wie eine so wundervolle Person, wie Lily es ist, zu so einem unsympathischen Kerl kommt.
Nach einer schicksalshaften Nacht sieht auch Lily, dass Andrew nicht der Mann fürs Leben ist und flüchtet zu ihrer besten Freundin und Chefin Pia. Nach der Gewissheit, dass sie schwanger ist, beschließt sie nach Lillte Haven zu flüchten, um dort in Rose Garden Cottage zu leben. Dieses Anwesen hat sie von ihrer Oma geerbt. Sie bekommt eine reizende Tochter und kümmert sich wundervoll um sie. Lily vermisst nichts und ist glücklich, bis sie diesen geheimnisvollen Mann kennenlernt. Ab dem Zeitpunkt holt sie die Vergangenheit wieder ein.

Andrew ist der klassische Bösewicht. Sympathien konnte ich absolut nicht aufkommen lassen und ich wurde immer wütend und habe rote Wangen bekommen, wenn er sich in das Leben von Lily eingemischt hat. Von Anfang an hat man gespürt, dass dieser Mann sehr gerissen ist und alles sehr genau plant. Als Lilys Großmutter stirbt, hat er ohne auf Lilys Wünsche einzugehen, einen Käufer für Rose Garden Cottage gesucht. Er war sehr grob zu Lily und hat sie unterdrückt. Nach der Nacht, als  Lily vor ihm geflohen ist, hat er sich in den Kopf gesetzt Lily zu besitzen. Andrew hat nichts unversucht gelassen um Lily zu überzeugen, dass sie füreinander bestimmt sind.

Dieses Buch ist eine richtige Liebesgeschichte mit allen Höhen und Tiefen. Ich konnte mich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen und habe mit ihr mitgefiebert. Mein Herz ging in den spannensten Stellen so schnell, dass ich dachte es springt mir aus der Brust. Unterhaltsam fand ich das Kennenlernen zwischen Lily und dem geheimnisvollen Mann. Den Schlagabtausch zwischen ihnen und auch die Unterhaltungen zwischen ihren Freundinnen in Little Haven sind sehr amüsant. Ich denke allerdings, dass ich dieses Buch außerhalb des Urlaubs nicht so schnell in die Hand genommen hätte. Außerdem finde ich den Buchtitel nicht passend.


Samstag, 21. Februar 2015

Rezension: Laura Landon - Stille Rache

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Titel: Stille Rache
Autor: Laura Landon

Verlag: AmazonCrossing
Preis: 4,99 €
Erschienen am: 11.11.2014
Seiten: E-Book, 397 Seiten



Klappentext:
In nur sechs Tagen, an ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag, wird Lady Jessica Stanton eine gewaltige Summe erben, die sie zu einer der reichsten Frauen Englands macht. Doch gleichzeitig wird ihr Stiefbruder Colin auf den Plan treten und ihr alles rauben - ihr Geld, ihre Würde und ihre Freiheit. Die einzige Rettung, die ihr bleibt: Sie muss einen Ehemann finden, der stark genug ist, um Colin Paroli bieten zu können. 
Simon Westland, Earl of Northcote, ist in einer gänzlich gegensätzlichen Situation: Er ist bankrott, und in London hält sich das hartnäckige Gerücht, dass er beim frühzeitigen Ableben seines verschwenderischen Vaters die Hände im Spiel hatte. Er sucht verzweifelt eine Frau, die ihn vor dem völligen Ruin bewahrt.
Und wie das Schicksal es will, werden beide, Jessica und Simon, zusammengeführt und einigen sich darauf, eine reine Zweckehe zu schließen. Doch niemand kann Jessicas Herz davor schützen, was nun passiert: Trotz bester Vorsätze verfällt Jessica dem Charme ihres Mannes, und verliebt sich in ihn. Dabei ist die Liebe das Letzte, was sie beide eigentlich wollten...


Erster Satz:
"Jessica Stanton saß allein an der hinteren Wand des reich geschmückten Ballsaals und sah zu, wie ihre Gastgeber, der Duke und die Duchess of Stratmore, einen Neuankömmling begrüßten."

Covergestaltung:
Das Cover hat mich komplett angesprochen. Die Frau strahlt etwas geheimnisvolles und starkes aus. Mit den Bäumen im Hintergrund und die gezeichneten Blumen im Vordergrund sieht es aus, als würde sie sich verstecken wollen. Die Farben sind eher kühl und rein gehalten.

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wurde nur teilweise enttäuscht. Die Idee hinter der Story ist wirklich gut, etwas anderes - erfrischendes. 

Jessica hat Angst vor ihrem tot geglaubten Bruder, allerdings versteht man am Anfang nicht genau weswegen. Sie hat ein großes Geheimnis, weswegen sie verschwiegen alleine lebt und sich nicht pompös öffentlich präsentiert. Daher kann man ihre Freunde, die in jeder Situation hinter ihr stehen, an einer Hand abzählen. Ihr Vater hat die Stiefmutter geheiratet, um ihr eine gewisse Sicherheit und eine Mutter zu geben. Jessica konnte diese Frau und deren Sohn nicht leiden. Sie hat ihren Vater früh verloren, der daran geglaubt hat, dass Jessica einen Mann finden wird. Er vererbt ihr eine ungewisse, hohe Summe und damit beginnen die Probleme. Es gibt turbulente Szenen und pure Verwirrung für sie. Äußerlich zeigt sie sich stolz und unnahbar, aber nach einer gewissen Zeit merkt man, wie zerbrechlich sie eigentlich ist und doch verliebt sie sich. Simon verlangt immer wieder Dinge von ihr, die sie zuvor nicht bereit war zu tun. Ausgesprochen amüsant sind die Diskussionen darüber, was geschehen ist und was geschehen wird.

Simon ist ein sehr, sehr stolzer Mann. Er kommt nach langer Zeit wieder zurück nach England und flößt jedem Respekt ein. Sein großer Auftritt ist bereits im 1. Kapitel und Jessica reagiert sofort. Aber auch auf diesem Ball merkt man bereits, wie viel es ihm abverlangt, dort zu sein. Vieles hat er im fernen Indien erlebt und die Heirat mit Jessica würde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Aber auch er muss Situationen meistern, mit denen er nicht gerechnet hat. Er ist ausgesprochen launisch, was Jessica nur verwirrt. Er kann charmant und freundlich sein, zwei Sekunden später ist er undurchdringlich und verschlossen. Sein Beschützerinstinkt ist ausgeprägt und umso mehr er Zeit in Jessicas Kennenlernen investiert, desto verletzlicher wird er. Seit seiner Verlobung mit einer gewissen Rosalind, diese hat ihn für seinen Vater verlassen, hat er sich geschworen niemals wieder um die Hand einer Frau anzuhalten, noch sie zu lieben.

Colin ist ein Tyrann! Er ergötzt sich an dem Leid das er anderen zufügt. Schon früh merkt Jessica das am eigenen Leib und sie weiß, dass er alles dafür tun wird, um an ihr Geld zu kommen. Auf Colin wird leider nicht genauer eingegangen und daher gibt es nur wenige Informationen über ihn.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass mir das Buch wirklich gefallen hat, auch wenn man hier und da einige Abstriche machen muss. Wie ich oben schon gesagt habe, finde ich die Geschichte erfrischend, weil eine neue Idee dahintersteckt. Mir war die Geschichte nicht ausgefeilt genug, der Geschichtsverlauf verging zu schnell. Dafür sind die Dialoge gut geschrieben, man kann mit den Charakteren fühlen. Das Ende kam abrupt und Schlag auf Schlag. Ich hätte mich gefreut, wenn man nicht das Gefühl bekommen würde, dass das Buch fertig werden musste. An einigen Stellen hatte ich ein Lächeln auf den Lippen oder Tränen in den Augen. Die Vergangenheit von den Charakteren spielt eine große Rolle, vor allem bei Simon.

Ich würde es wieder lesen und bereue nicht, es gekauft zu haben.